Habemus Papam

 
Habemus Papam – 600 Jahre Papstwahl in Konstanz
Drei Jahre lang wurde auf dem Konstanzer Konzil diskutiert und gerungen, und das,obwohl einzelne Teilnehmergruppen in heftigen kriegerischen Auseinandersetzungen miteinander waren. Dass das Konzil nicht auseinanderfiel, ja, dass die Teilnehmenden sich sogar auf ein hochkomplexes, auf Konsens ausgerichtetes Papstwahlverfahren einigen konnten, grenzte schon fast an ein Wunder. Neben den 23 Kardinälen stellte jede Nationengruppe sechs Wahlmänner. Bei der Wahl zählte nicht nur die übliche Zweidrittelmehrheit aller Wähler, sondern diese galt auch für jede Nationengruppe (d.h. nur drei Wähler einer Nation konnten eine Wahl verhindern).
Bereits nach drei Tagen erschallte der Ruf „habemus papam“ vom Kaufhaus:
Ein Wunder, ein Zeichen des Heiligen Geistes oder verdankt der Weisheit der Konzilsväter bzw. der Konklavisten. Diese Wahl hat die Geschichte Europas geprägt und diese Wahl könnte für unsere Gegenwart und Zukunft Impulse aufzeigen.
Deshalb feiern wir am 11.11.2017 mit einem Festakt und Festvortrag des päpstlichen Gesandten Kurt Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, anschließender Prozession zum Münster und einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst mit Erzbischof Stephan Burger und Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. Die Münstermusik und die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz gestalten die musikalische Umrahmung von Festakt und Festgottesdienst mit Werken u. a. von Bernd Konrad.
Für den Festakt und den ökumenischen Gottesdienst gibt es Eintrittskarten bei der Konzilstadt Konstanz.
„Schauplatz Papstwahl“ heißt es ab 14 Uhr. Im Konzilgebäude, Münster, Rosgartenmuseum und an anderen Orten werden Führungen, Vorträge, Ausstellungen und vieles mehr für Groß und Klein angeboten.
Das Festwochenende endet am 12.11.2017 mit dem Pontifikalamt mit Kurt Kardinal Koch um 10 Uhr im Konstanzer Münster.