Damit Zukunft allen schmeckt
Dekanat Konstanz wird fair.nah.logisch.Pilotdekanat
Der Dekanatsrat hat in seiner letzten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen sich dem Prozess fair.nah.logisch. in der Erzdiözese Freiburg anzuschließen. Damit ist das Dekanat Konstanz eines von einigen Pilotdekanaten in der Erzdiözese die sich der 2017 von Erzbischof Stephan und dem Diözesanrat gestarteten Nachhaltigkeits-Initiative anschließen: fair.nah.logisch – Damit die Zukunft allen schmeckt.
Die Erzdiözese Freiburg setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung Gottes und die Rechte aller Menschen ein. Die Initiative fair.nah.logisch. leistet dazu einen wichtigen Beitrag.
fair.nah.logisch. möchte motivieren, fair gehandelte, regionale und wenn möglich ökologisch erzeugte Lebensmittel zu verwenden. Dazu zählen sowohl fair gehandelte Produkte, die nicht bei uns angebaut und hergestellt werden, wie Kaffee, Tee und Bananen, als auch Produkte aus der unmittelbaren Region, damit die Bäuerinnen und Bauern einen gerechten Preis erhalten, sowie (Bio-) Lebensmittel. Die Initiative greift die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus und das Thema Bewahrung der Schöpfung auf.
Ziel der Initiative ist es, dass 80 Prozent der Einrichtungen, Seelsorgeeinheiten, Gruppen und Verbände in der Erzdiözese Freiburg die Initiative unterstützen und durch bewusste Kaufentscheidungen ihren Beitrag zum Umweltschutz und zu fairen Arbeitsbedingungen leisten.
Viele Kirchengemeinden sind hier schon auf einem guten Weg sind. So gehört der Ausschank von fairem Tee und Kaffee mittlerweile in den meisten Gemeindehäusern zum Standard und der Verkauf von fair gehandelten Waren aus der einer Welt am Sonntag nach dem Gottesdienst ist ebenfalls an vielen Orten eingeführt. Was in Dettingen vor vielen Jahren dazu geführt hat unter dem Dach einer Kirchengemeinde einen Weltladen zu gründen, der seit 1993 sehr erfolgreich ehrenamtlich geführt wird.
Genau solche Projekte will die Initiative fair.nah.logisch. in einem Netzwerk zusammenführen. Kirchliche Akteure wie Kirchengemeinden, Verbände, Einrichtungen der Caritas, KiTas etc. auch nicht kirchliche Akteure sollen sich beteiligen können und gemeinsam überlegen wie unser Handeln immer nachhaltiger werden könnte. Das könnte z.B. das fair.nah.logische Zelt- oder Ferienlager sein oder die fair.nah.logisch aufgestellte Kita oder das nachhaltig betriebene Gemeindehaus, das nicht nur fair gehandelten Kaffee oder Tee ausschenkt, sondern wirklich versucht nachhaltig zu wirtschaften und einzukaufen. Natürlich sollen auch die Pfarrbüros mit einbezogen werden. Dazu sollen Checklisten und Ideensammlungen entwickelt und erarbeitet werden, an denen die Verantwortlichen vor Ort sich orientieren können.
Für die weitere Umsetzung wurde eine Projektgruppe gegründet aus Vertreter/innen der Kirchengemeinden und verschiedenen Einrichtungen. Bei einem Werkstattnachmittag (Termin und Ort noch offen) können Ideen gesponnen und Maßnahmen für die einzelnen Bereiche überlegt und Checklisten entwickelt werden, so dass mit der Umsetzung danach begonnen werden kann. Dieser Werkstattnachmittag ist offen für Interessierte. Bei Interesse bitten wir Sie, sich bei Ansprechpersonen ihrer Seelsorgeeinheit oder Einrichtung zu melden, Sie erhalten dann weitere Informationen.
Gerade im Blick auf Kirchenentwicklung 2030 könnte diese Initiative ein erster konkreter Schritt der weiteren Vernetzung und Zusammenarbeit sein. Diese Vernetzung soll motivieren sich vor Ort einzubringen und sich gegenseitig zu unterstützen.
„Nicht erst seit der Enzyklika „Laudato Si“ ist uns als Christinnen und Christen eine besondere Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung gegeben. Wenn wir mit unserem Beitrag auf Pfarrei- und Dekanatsebene im Kleinen beginnen, ist das für mich der richtige Weg und die Möglichkeit einmal mehr zu beweisen, dass wir die Zeichen der Zeit verstanden haben. Ich freue mich auf dieses Projekt und darüber hinaus auf die Möglichkeit zu zeigen, wie wir als Dekanat kreativ und mutig diese besondere Art der Zusammenarbeit nutzen, “ so die Dekanatsratsvorsitzende C. Leib-Kessler
fair.nah.logisch. – machen Sie mit! Interessierte können sich bei Dekanatsreferent Ralph Haas melden, der das Projekt begleitet.

